23.Juni 13:45 Hirtshals

….das Wetter schafft mir mit dem letzten Freitag ein adäquates Zeitfenster die färöische Hauptinsel Streymoy einmal zu durchkreuzen. Samstag und leider auch der Abfahrtstag Sonntag sind so arg neblig trüb und regnerisch dass wir keinen Kilometer fahren. Das Potenzial der Färöer wäre so kaum ersichtlich. Unser Campingplatz ist einfach auch so schön dass wir uns sehr heimisch fühlen. Gepflegte Duschen/Wc’s , eine moderne Küche mit Allem was man braucht. Und sogar ein Wohnzimmer mit ner schönen Couch. Mit uns sind noch drei Amerikaner dort, sie waren auch auf Island. Haben die Insel mit PKW erkundet. Außerdem zwei Radfahrer aus Großbritannien und später noch ein Schweizer.
Der Schweizer ist etwa mein Alter denke ich und bewandert Island/Färöer und wir unterhalten uns ne ganze Weile über Ausrüstung, Packmaß, Zelt und so. Er erzählt er habe einen etwa 40 kg schweren Rucksack. Lebensmittel für 30 Tage. Island-Hochlanddurchquerung. Aber es ist zu früh. Zu viel Schnee.
Es ist mittlerweile eine schöne Tradition geworden, dass Simon Andreas und ich die Abende nutzen um ein paar Foroya Björ zu zischen… Bier von der Inseleigenen Brauerei welches sich auch im internationalen Vergleich “schmecken” lassen kann wie mir mehrere Insulaner stolz bestätigen. Und es stimmt. Es trinkt sich so weg, ruck zuck  sind die Dosen leer.
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Sonntagabend am Check in treffen wir Joêl wieder. Joêl ist geschätzte 60 und kommt aus Los Angeles. Er hat aber bei Freunden in London sein Motorrad zu stehen und erkundet Europa. Später erzählt er Andreas und Simon er habe auf der Hinfahrt beim Zwischenstopp auf den Färöern den begrenzten Landgang genutzt und die Zeit wohl etwas vergessen. So traf ihn fast der Schlag als sein Blick , die fulminante Aussicht genießend, das auslaufende Fährschiff traf. Auf dem Schiff: Motorrad und Gepäck. Nun, wie mir Simon berichtete kontaktierte er die Fährgesellschaft und wurde per Kleinboot auf den Fjord rausgefahren, die Fähre stoppte und er kam über eine Holzleiter an Bord. Sowas gibts wohl nur auf den Färöern. Es ist herrlich unkompliziert hier.
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Die Färöer verschwinden im schummrigen Licht der Nacht.
Und mit den Inseln entfernen wir uns von diesem wunderschönen Fleckchen Erde auf dem wir so viel Krasses erlebt haben. Hier hats mir gefallen.
Montag ist ein Tag auf See. Chillout. Leider gibts auf der Fähre nur ungekühltes Bier. Simon und ich beschließen kurzerhand den vorhandenen, mit Kautabak gefüllten Kühlschrank umzufunktionieren. Wir legen in einem unbeobachteten Moment zwei Sixer weit unten in den Kühlschrank. Findet keiner! Abends holen wir uns das  gut gekühlte Bier, packen es auf das Warenband der Kasse und der Kassiererin läuft ein wohlwollendes Schmunzeln übers Gesicht als sie die kalten Dosen anfässt. Es wird ein langer Abend auf dem Sonnendeck.
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Wir verbringen den Montagabend mit viel Bier auf der Fähre. Irgendwann nach Mitternacht meint Simon:” so, wir konnten die Welt heute Abend noch nicht verbessern…” Mit diesen Worten neigt sich eine schöne gemeinsame Zeit dem Ende. Simon und Andreas sind einfach so derart coole, lockere entspannte Menschen wie ich sie selten treffe. Es war eine super Zeit mit euch, erhaltet euch beide eure Unbeschwertheit und Coolness… Wir sehen uns!!!
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