17.Juni Seydisfjördur

Heute ist Nationalfeiertag in Island. Unabhängigkeitstag. Isländische Fähnchen schmücken die Häuschen. Den Dienstag verbringe ich einfach mal ganz unsportlich in Egilsstadir. Nichts Spannendes. Abends gesellten sich dann zwei Schweizer zu mir. Mit dem einen, Simon , sind Matthias und ich bereits vor drei Wochen mit Fähre angereist. Ein krasser Typ. Erzählte von Touren durch Japan, … Read more

15.6. Egilsstadir

Ich erwache recht früh morgens, der Wecker ist schuld. Die Sonne lacht, und mir ist soo warm dass ich aufstehe. Ich bin mittlerweile recht flink im Abbau… 25 min und alles ist startklar. Ich checke nochmal den Wetterbericht, südostwind, zunehmend. Ich muss naaaach… Südost! Morgenkaffee fällt aus, ganz klar. Land gewinnen! Ich fahre leicht angenervt … Read more

14.6. Grimstadir

Am Samstag sorgt ein recht konstanter Dauerregen dafür dass ich erst kurz nach Mittag aus meinem Zelt krieche. Ich verbringe etwa 5 Stunden im örtlichen Café “valdi” trinke einen Kaffee nach dem anderen und schaue zwei sehr interessante Sendungen. Einen Vortrag von Dr. Daniele Ganser zum Thema “Regime Change in der Ukraine” sowie eine Gesprächsrunde zum Thema “Krieg oder Frieden- wer bestimmt in Europa” … Sehr interessant!!!
Gegen 23 Uhr treffe ich Matthias und Andy im zeltplatzeigenen Partyzelt und wir essen gemeinsam Abendbrot. Noch bis kurz nach 1 Uhr erzählen wir während draußen die Sonne bereits die Gipfel fern gelegener Berge erleuchtet.
Heute am Sonntag fahren wir die 43 km nach Grimstadir. Eine Etappe durch eine sehr krasse Landschaft. Teils für meine Begriffe wüstenähnlich. Aktuell sitzen wir in einem sehr netten Café mitten im “Nichts”.
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Mödrudalur, 22:45 …in Grimstadir verabschiede ich mich erneut von Matthias und Andy. Mittlerweile zum dritten mal. Und irgendwie habe ich das gute Gefühl dass wir uns früher oder später Wiedersehen . Ich hoffe es. Die beiden wollen nochmal an die Küste hoch, schließlich haben sie auch eine Woche mehr Zeit. Nachdem ich dann meine 5 Tassen Kaffee weg habe breche ich auf. Nach 8 km formiert sich eine Regenzelle rechts neben mir, die mir unmissverständlich klar macht:”Alter… Du kommst hier nicht vorbei…!!!” Ich ziehe schnell noch wasserdichte Überschuhe an und beschließe in den sauren Apfel zu beißen… Erfahrungsgemäß hat man Regenzellen die sich vor Berghängen formieren recht schnell durchfahren.
…gesagt, getan! Ich fahre 15 min durch den Regen. Das wars. Sonst hat sich der Verkehr sehr beruhigt . Stellenweise überholt mich 10 min lang kein Auto. Mein Nachtlager ist heute die Mödrudalsfarm. Ist nett hier… Morgen gibts früh Kaffee, was will ich mehr. Matthias hatte mich schon darauf vorbereitet dass es eine 8 km lange Schotterpiste gibt . Naja ohne Worte…ich fluche vor mich hin und vergesse total wie schön es hier ist. Die Rezeptionistin im kleinen Café lässt es sich nicht nehmen mir noch zu zeigen wie toll sie deutsch sprechen kann und wir unterhalten uns eine kleine Weile ganz locker auf deutsch. Zum nachtgruß die Mitternachtssonne 😉
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12.Juni Myvatn

Das Konzert findet in einer örtlichen Schule statt. Etwa 50 Menschen sind da. Sehr viele Kinder auch. Agent fresco scheinen mir doch etwas deplatziert . Wenngleich der Auftritt großartig war. Vorher noch in der örtlichen Schwimmhalle gewesen und danach kurz im Kraftraum. Ein ” muss “!!! … Übrigens gemeinsam mit den Boys von Agent Fresco. Heute morgen verabschieden wir uns noch von Jule und Annemarie, leider. War voll schön euch kennengelernt zu haben. Und schreibt mir!! Das Bier in Berlin bezahl ich denn auch 😉
Heute wars wieder mal eine knackige 100 er Etappe. Vom Meeresspiegel auf Hochlandniveau… Das bedeutet viele Berge. Einer der schönsten Tage heute, landschaftlich, personell ( wir fahren zu dritt) und konditionell. Heute lass ich mal die Bilder sprechen…
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11.Juni….immmmmernoch Akureyri

Heute morgen frühstücken wir gemeinsam und verabschieden uns dann. An dieser Stelle vielen Dank an Christiane für ihre Gastfreundschaft!!! Wenn ich wieder eine Wohnung habe gebe ich das zurück an meine Gäste !! Nun sitze ich wieder hier in meinem Stammcafé und höre entspannten Jazz. Heute regnets. Sprühregen. Grau. Ich freue mich aufs kostenlose Festival morgen… Agent fresco!!! Eine Band die ich vom euroblast kenne spielt morgen in einem 50 Seelen Dorf in einer Schule … Mal sehen was das wird.
Donnerstag 11.juni 2015….Grenivik: den Mittwoch verbringe ich wieder überwiegend in Akureyri. Ich eiere etwa 90 min in Akureyris Industriegebiet umher um einen Laden zu finden der neben Skiausrüstung auch Bikes verkauft. Mich beschleicht in den abgelegenen Gegenden oft die Angst zu wenig Ersatzteile mit dabei zu haben und so kaufe ich mir ein weiteres Kettenschloss falls mir Kettenglieder reißen. Anschließend ein Einkauf im BonusMarkt (Aldi bei uns) ich finde einen Nagelknipser für Kleinkinder !!! Großartig… Die  hygienische Situation meiner Fingernägel ist ob der Abwesenheit eines entsprechenden Tools infolge meines Gewichtsreduzierungswahns leider etwas dekompensiert. Doch dieser Nagelknipser wiegt etwa 4 Gramm… Voll okay.
So verköstige ich vor dem Supermarkt noch einen “skyr” ( sehr proteinreicher Joghurt ) und schneide mir noch am Supermarkt meine Fingernägel, augenscheinlich sehr zur Freude der Passanten. Es folgt ein weiterer Besuch des WC’s an der Touriinfo sowie ein Wetterupdate und schließlich strampel ich leicht unmotiviert ob des Nieselregens die 40 km nach Grenivik. Dort angekommen finde ich den Campingplatz dank mithilfe einer älteren Dame ohne Englischkenntnisse dennoch recht zeitnah. Es gibt eine warme Dusche…. Und top gepflegte saubere Bäder. Das ist doch mal was! Trotzdem bin ich etwas unmotiviert. Keiner da. Kalt. Es regnet. Naja.
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Ich baue schließlich mein Zelt auf und gehe lang duschen. Als ich aus der Duschtür trete Stelle ich mit äußerstem Erfreuen fest dass Jule und Annemarie es tatsächlich nach Grenivik geschafft haben. Ich freue mich echt sehr. Wenn du lange alleine durch den Regen fährst sehnst du dich einfach danach ein paar Kontakte zu pflegen. Wir essen gemeinsam Abendbrot auf der Terrasse des sehr schicken Klohauses. Achso ja… Windschutz beim Kochen kann schonmal so aussehen :  🙂
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Dann erblicke ich in der Ferne tatsächlich zwei Radfahrer… Hmm … Andy und Matthias??? Ich meine so langsam Matthias’ voluminösen Roten Seesack zu erblicken, bewege mich zur Straße und Stelle extrem erfreut fest : es sind Matthias und Andy!!! Ich freue mich massiv vier bekannte Menschen wiederzutreffen und bin erstaunt wie schnell sich eine Situation um 180 grad wenden kann. So essen wir gemeinsam noch ne Weile und freuen uns auf das Festival.  Die Nacht tröpfelt es kontinuierlich auf mein Zelt… Dieses monotone Geräusch ist wie eine Schlaftablette. Ich erwache kurz vor 12 mittags . Ich kaufe ein für die nächsten 36 Stunden. Das erfordert hinsichtlich meines UL -Konzeptes ( UL – ultraleicht) einige Planung.
Zwei Dosen viking Bier wanderten soeben in meinen Einkaufskorb , auf zur Mainstage!!!
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