Thorshavn 19.Juni 3:45 Uhr

Am Donnerstag morgen brechen viele, ach so seriöse Wohnmobilfahrer bereits um 6 :30 Uhr auf um sich am Check in zu platzieren. Die fähre fährt um 10 :30 Uhr. Naja. Ich denke schon dass es ein logistischer Aufwand ist, aber 4 Stunden vorher?!?!?! Andreas und Simon kamen den Abend zuvor noch an mein Zelt und brachten mir ein Stück Pizza vorbei. Die beiden sind einfach so ultraentspannt und gelassen, dass ich mir spirituell gesehen, eine gedankliche Scheibe von ihnen abschneide.
Morgens begebe ich mich gegen 8 30 zum checkin, den zu meiner Überraschung die örtliche Schulklasse abzuwickeln scheint. Mich weisen schätzungsweise 15-17 Jahre alte Dreikäsehochs mit steif gestyltem Haar ins Terminal ein. Dort angekommen treffe ich einen Motorradfahrer aus Frankreich. Viel Gepäck. Seine Transportboxen sind zugepflastert mit diversen Länderflaggen. Er war überall. Russland, Kasachstan, Patagonien. Demnächst geht’s in den Iran, erzählt er. Er ist ITS-Pfleger in Paris erzählt er. Hat schonwieder seinen Job gekündigt. Arbeiten, Geld sparen, kündigen… So läufst bei ihm. Er ist Ende 40. sympathisch. Auch mit ihm spreche ich über die Ukraine.
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Nachdem dann fast alle Camper, Vans, Jeeps, Trucks an Bord sind dürfen dann auch die Fahrradfahrer hoch. Ich esse unverschämt viel am kostenlosen Büfett. Völlerei. Ich bereue es die ganze Überfahrt bis Thorshavn. 4 Stunden schlaf sind drin dann erreicht die Fähre um 2 00 Uhr nachts die wolkenverhangenen Inseln der Färöer. Mit einem Sixer “Färojar Björ” verlassen Simon, Andreas und ich die Fähre. Wir lassen uns im Top gepflegten Campingplatz des Ortes nieder, trinken jeder noch zwei Bier und erzählen im warmen Aufenthaltsraum des Platzes während die Norröna nach Hirtshals weiterfährt.
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